Spare Ribs: Tipps, Tricks und Rezepte.

Spare Ribs,

Liegt die Liebe zu Spare Ribs in unseren Genen? Vermutlich … schließlich spielten bei der Entstehung der Menschheit, also bei Adam und Eva, „Ribs“ schon eine große Rolle. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass ihnen auch heute noch kaum einer widerstehen kann…
Von Streetfood über Familienessen bis Fine Dinig: Nur wenige Cuts sind so vielseitig, so beliebt und so unfassbar lecker wie perfekte Spare Ribs.

Klassischer Weise redet man bei Spare Ribs von Schweinerippchen – es gibt sie aber auch vom Rind. Wir widmen uns in diesem Artikel dem Schwein, geben aber auch einen kleinen Ausblick auf die Rinderweide!

Was Spare Deine Ribs perfekt werden lässt, was Du über sie wissen musst und warum Du gleich morgen selber welche machen solltest, erfährst Du hier!

 

Was sind Spare Rribs?

Der englische Ausdruck Spare Ribs hat sich bei uns für einen traditionellen Cut eingebürgert, den unsere Omas früher schon als „Schälrippen“ bei ihrem Metzger gekauft haben. Für Eintöpfe, Schmorbraten oder Rippchen mit Kraut.

Dieser längliche Zuschnitt reicht von der Brustspitze, die oft noch im Ansatz erkennbar ist, über einen langen, schön durchwachsenen Bauchlappen mit den bezeichnenden Rippenknochen bis zu einem etwas schmaler zulaufenden Ende. Je nach Metzger findet man auf einer Seite der Spare Ribs noch den sogenannten „Knorpelstrang“, der aus viel Fett besteht und mit kleinen Knorpelteilen gespickt ist. Er hilft beim saftigen Garen, ist aber nicht unbedingt mit viel Ess-Spaß verbunden. Die besonderen St. Louis Style Ribs sind generell ohne diesen Strang, aber dazu gleich noch mehr!

BBQ-Fans und Meat-Lover auf der ganzen Welt schätzen Spare Ribs für ihren satten Geschmack, das saftige Fleisch und die rauchigen Aromen. Es gibt kaum ein Land, dass nicht seine ganz eigene „Rippchen-Variante“ hat.

Fleischkunde 1: Was macht Spare Ribs so beliebt?

Spare Ribs haben ihren Kultstatus zum einen durch dieses besondere Feeling beim Essen erreicht. Man nagt, man knabbert und man kann sich die köstlichen Säfte und Soßen von den Fingern lecken – das macht einfach Spaß!

Nimmt man den Spare Ribs-Genuss genauer unter die Lupe, fängt der Spaß schon beim richtigen Schwein an. Das besondere Bauchfleisch auf und zwischen den Rippen hat ein kräftiges Fett-Fleisch-Verhältnis, ist aber dadurch, dass es kein besonders aktiver Muskel ist, trotzdem wunderbar zart.

Alte Schweinerassen mit viel schmackhaftem, intramuskulärem Fett eigenen sich besonders gut für die Spare Ribs-Zubereitung.  Wichtig ist, dass durch langes Garen die Fette und Bindegewebe aufgespalten und „geschmolzen“ werden – dadurch fällt das Fleisch fast alleine vom Knochen und zergeht auf der Zunge. Der Hammer!

Fleischkunde 2: Drei Arten von Ribs

Die Spare Ribs sind – wie oben beschrieben – ein großer und klassischer Rippchen-Zuschnitt, mit allem dran. In der Grill- und BBQ-Welt haben sich aber noch zwei weitere Cuts durchgesetzt, die auch immer beliebter werden. Mit Recht! Sie sind relativ günstig, gut zuzubereiten und bieten auch beim Essen die volle Rib-Experience.

Hier eine Übersicht zu den wichtigsten Rib Cuts:

  • Spare Ribs: Der große, lange Klassiker mit einem ordentlichen Fleischanteil, dem Knorpelstrang und dem Part mit der Brustspitze. Perfekt für klassisches BBQs – wenn Dein Grill groß genug ist 😉
Spare Ribs natur
Spare Ribs natur, frisch. Auf vielfachen Wunsch erhalten Sie unsere Spare Ribs jetzt auch natur. Würzen Sie die Spare Ribs nach ihrem Geschmack und mit ihren BBQ-Saucen. Wir von Gourmetfleisch verwenden ausschließlich die zartesten und fleischhaltigsten Schweine-Kotlettrippchen
  • Louis Style Ribs: Auch Sie basieren quasi auf den Spare Ribs, haben aber keinen Knorpelstrang und keine Brustspitze mehr und die jeweils äußersten Rippenknochen links und rechts sind abgeschnitten. So sind sie nicht nur handlicher, sondern eignen sich durch die gleichmäßigere Form auch besser für BBQ- und Grill-Wettkämpfe. Ein schöner Zuschnitt, aufs Wesentliche reduziert.
Iberico St. Louis Style Ribs überraschen selbst BBQ-Kenner! Diese Bauchrippen kommen in halben Racks und weisen einen höheren Fettanteil auf, welcher als Geschmacksträger von Kennern geschätzt wird. So liefern die Ribs einen Spitzengeschmack und eine Menge Fleisch um Sie satt zu bekommen.
  • Baby Back Ribs: Dieser Rib Cut liegt beim Schwein sozusagen über den Spare Ribs (und St. Louis Style Ribs). Wie der Name verrät, liegen die Rippenknochen hier direkt am Rückenstrang und am Rückgrat – auch Kotelettrippchen genannt. Die Knochen sind verhältnismäßig kurz und der Cut insgesamt eher kompakt – aber der Geschmack ist überragend! Hier steigen Qualität und Genuss ganz deutlich mit Schweinerassen die viel gutes Fett und viel Fleisch an sich haben.
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Unsere fleischigen Spare Ribs vom Kotelett werden schonend in rauchiger Marinade über mehrere Stunden bei niedriger Temperatur im Vakuum gegart. Mit dieser Methode wird eine gleichmäßige Garung erreicht, ohne dass Fleischsaft und Geschmack verloren gehen. So werden Ihnen die Back Ribs “sous vide” geliefert – Ihr Vorteil: Sie müssen den Baby Back Spare Ribs nur noch die letzte Feuertaufe verpassen!

Und was ist mit Rind? – Beef Ribs vs. Pork Ribs

Spare Ribs vom Rind sind ebenfalls eine absolute Gaumenfreude. Sie sind natürlich größer und werden deshalb meist portioniert gegart und auch schon verkauft: In Portionen mit nur einem oder auch mal mit zwei bis vier Knochen.

Ein echtes Highlight sind Low & Slow gegarte Beef Short Ribs! . Kräftiges Beef-Aroma, ein saftiger Biss – und das geschmorte Fleisch kommt einem beim Anheben des Knochens schon entgegen gefallen …

Fazit: Bei „Schwein oder Rind“ gibt es eigentlich gar kein wirkliches „oder“. Nur ein „und“!

 

BBQ Spare Ribs

BBQ Ribs zeichnen sich durch die typische Low & Slow Zubereitung aus, in der vor allem Raucharomen der große Star neben dem Fleisch sind. Während des Garens ziehen im Hauptakt diese Raucharomen bei einer Umgebungstemperatur von 100­­–120 °C langsam in das Fleisch ein. Davor wurde das Fleisch mit Rubs oder Marinaden verwöhnt und geschmeidig gemacht. Auf den Rauch folgt ein Dampfbad aus Bier oder Säften. Im Schlussakt, zum Grande Finale, treffen dann direkte Hitze, Röstaromen und eine Glaze (Barbecue-Soße und/oder andere Liquids) auf das Fleisch und verpassen den Ribs den letzten Schliff.

Mit der „berühmten“ 3-2-1-Methode, die alle diese Garphasen durchläuft, hat man eine geniale Allzweckwaffe für unvergesslichen Spare Ribs-Genuss an der Hand.

Hier erfährst Du, wie es geht!: Baby Back Ribs 3-2-1 Style

Rezeptvideo:

Marinaden und Rubs

Diese Würz- und Aromageber sind ein unfassbar großes Thema beim BBQ – das nicht ohne kontroverse Meinungen auskommt:

Ja oder nein, feucht oder trocken, davor oder danach. So unterschiedlich wie die Meinungen dazu sind, sind auch die Rezepturen. Die besten werden vermutlich für immer nur innerhalb einer Familie oder einer BBQ-Institution weitergegeben werden. Marinaden und Rubs halten das Fleisch feucht, geben ihm einen besonderen Geschmack, spalten Fette auf, machen das Fleisch mürbe und drücken die Persönlichkeit des jeweiligen Pit-Masters aus. Aber was ist was?

  • Rub: Trockene Gewürzmischung mit süßen, salzigen, scharfen, rauchigen und diversen, anderen Aromaten. Je nach eigener Vorliebe zusammenstellbar oder als fertige Mischung zu kaufen.
  • Marinade: Säfte, Biere, BBQ-Soßen  Spirituosen und alles, was einem Spaß macht. Beispielsweise mit Chili, Zwiebeln, Knoblauch, Rosmarin und weiteren Aromaten.

  • Glaze: Eine flüssige Sonderform. Sie kann auf der zuvor genutzten Marinade basieren und mit einer BBQ-Soße verfeinert und gebunden werden – oder man nutzt gleich eine passende, fertige BBQ-Soße. Die karamellisierende Glaze gibt den Spare Ribs am Ende noch ein grandioses Finish: perfekte Optik und das letzte Bisschen Kick! Fingerablecken inklusive!

Allerdings muss man für großartige Aromen nicht unbedingt ein erfahrener Pit-Master sein. Es gibt auch fertige, hochwertige und sau leckere Rubs, Soßen und Co. die Deine BBQ Spare Ribs aufs nächste Level heben.

 

Alternative Garmethoden: Kein Smoker? Kein Problem!

BBQ auf Balkonien: Die Gourmetfleisch 2 – 0 – 0 Ribs

Perfekte Spare Ribs ohne Rauch – in zwei Stunden!

Alle haben Lust auf Spare Ribs, aber nicht jeder hat einen Smoker und einen Garten, wo er das Teil jederzeit anschmeißen kann.

Wir zeigen Dir ein Spare Ribs-Rezept, dass perfekt auf Deinem Gas-Grill (oder Holzkohle-Grill) auf Deinem Balkon und sogar im Küchenofen funktioniert – und Dir und Deinen Gästen trotzdem satten BBQ-Geschmack beschert!

Rezept für 4 Personen:

Du brauchst:

Und so geht’s:

  1. Ofen/Grill vorheizen: Die Temperatur ist fast egal, da im Dämpfer immer 100-110 °C sein werden. Damit der Garprozess schnell startet, solltest Du Ofen oder Grill aber mind. auf 180-240 °C vorheizen – und für 2 Stunden halten.

 

  1. Spare Ribs vorbereiten: Silberhaut auf der Rückseite abziehen: Die Haut mit einem Messer an einem Ende der Ribs lösen, mit einem Küchenpapier rutschsicher festhalten und dann komplett abziehen.

 

  1. Spare Ribs würzen/rubben: Rub/Gewürzmischung in einer dünnen Schicht auf den Ribs verteilen. So, dass nichts mehr abfällt und das ganze Fleisch bedeckt ist.

 

  1. Spare RIbs garen: Dein Lieblingsbier einfüllen, Dämpfeinsatz platzieren und Ribs flach darauflegen. Dämpfer/Bräter schließen, in den Ofen oder Grill stellen und für 2 h in Ruhe lassen! Wenn die Ribs dann butterweich sind, verpasst Du ihnen das Finish!

 

  1. Spare Ribs glasieren: Bestreiche die Spare Ribs mit der rauchigen BBQ-Soße und grille sie über direkter Hitze auf Deinem Grill – oder in einer Grilll-Pfanne in der Küche – so lange, bis die Soße karamellisiert und schön „sticky“ wird. Diesen Vorgang evtl. 2-3 Mal wiederholen und nichts anbrennen lassen!

 

  1. Reinhauen! Guten Appetit!

 

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